Dass langes Sitzen gesundheitsgefährdend sein kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dennoch wird häufig noch deutlich unterschätzt, wie viele verschiedene Beschwerden und auch in welchem Ausmaß sich langes Sitzen gesundheitlich auswirken kann. Primär wird es oft mit Rückenbeschwerden u.ä. in Verbindung gebracht, doch langes Sitzen wirkt sich ebenfalls auf all unsere inneren Organe, unser Nervensystem, unser Herz-Kreislaufsystem u.v.m. aus.

Neben dem Sitzen an sich ist durch die stetig steigende Dauer der Bildschirmnutzung ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen. Diese visuelle Belastung kann neben zentralen Stressreaktionen auch die durch das Sitzen bereits entstehenden Risiken weiter verschärfen.

Die erste Ausgleichsmaßnahme ist meist eine spezielle Trainings- und Bewegungstherapie. Je nach Fortschritt der unphysiologischen Anpassungen reicht die reine Erhöhung des Bewegungspensums nicht mehr aus, sondern begleitende manuelle und kognitive Maßnahmen sind zur Reduktion der bereits entstandenen Verspannungen und Stressfolgen zu empfehlen. Die genauen Inhalte werden anhand der individuellen Situation im Rahmen der ausführlichen Anamnese ermittelt.